Eine weitere Frage: Was kann man tun, wenn man auf solche Fragen eine Antwort sucht — und zwar möglichst verständlich, ohne Formeln und wissenschaftliches Kauderwelsch? Die Antwort: Man liest die letzte Seite der englischen Zeitschrift oder aber dieses Buch, in dem Fragen und Antworten von dieser Seite gesammelt wurden. Das Besondere an der letzten Seite dieser renommierten Zeitschrift: Die Fragen werden von LeserInnen gestellt, und die Antworten kommen ebenfalls von LeserInnen. Dabei reicht die Palette von einfach bis skurril, von witzig bis verblüffend — und die Antworten sind nicht nur informativ, sondern meist auch sehr unterhaltend.
In diesem Buch sind eine Menge Fragen versammelt, jeweils mit mehreren Antworten, die verschiedene Aspekte des Themas herausstellen. Die Fragen sind in Kapitel wie “Pflanzen und Tiere”, “Die Welt der Physik” oder “Blasen, Flüssigkeiten und Eis” eingeteilt. Aber wer einmal angefangen hat zu lesen, wird sich wahrscheinlich einfach mit wachsender Spannung und wachsendem Vergnügen durch das Buch lesen. Und so wird er erfahren: wieso Linkshänder öfter Unfällen zum Opfer fallen als Rechtshänder; ob eine Fliege, die auf einen fahrenden Zug prallt, ihn für eine Weile zum Stehen bringt; dass die chinesische Mauer keineswegs vom All aus zu sehen ist; wie man am spritsparendsten fährt; wie man tränende Augen beim Zwiebelschneiden vermeidet; und nicht zuletzt, warum schlafende Vögel nicht vom Baum fallen.
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 14.08.2001
Die gesammelten Fragen und Antworten der letzten Seite der britischen Wochenzeitschrift “New Scientist” bilden den “amüsanten und lehrreichen” Inhalt des von Ulrich Woelk rezensierten “Bändchens”. Eigentlich könnte der Titel auch heißen: “was sie schon immer über die Natur wissen wollten und sich nicht zu fragen getraut haben”, findet der Rezensent. Die Aktualität ist offensichtlich, denn auch heute noch ist die Natur voller Überraschungen und Rätsel, schreibt Woelk und zitiert den Autor mit dem Phänomen, dass viele scheinbar simple Fragen letztlich äußerst komplex seien und nicht auf Anhieb beantwortet werden könnten. Die Leserkolumne des New Scientist kann man als einen “wissenschaftlichen Ratgeber in Alltagdingen” betrachten und findet dort sowohl die Lösung kleiner Alltagsrätsel als auch Überlegungen zum Urknall, so Woelk.
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