Erstellt am 22. Juli 2009 in Romane | Kein Kommentar vorhanden
“Wenn die Zuhälter und Diebe immer und überall verurteilt würden, hielten sich ja alle rechtschaffenen Leute ständig für unschuldig! Und meiner Meinung nach muß gerade das verhindert werden.” In einer atemberaubenden Beichte bekennt ein im Amsterdamer Hafenviertel untergetauchter Pariser Staranwalt Selbstgefälligkeit und Opportunismus als Triebfedern seines einstigen Rechtsbewußtseins. Für diesen Roman erhielt Albert Camus den Nobelpreis.
Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters...
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1997,
Albert Camus
Erstellt am 22. Juli 2009 in Romane | Kein Kommentar vorhanden
Die Sonne sei Schuld gewesen, er habe den Araber am Strand nicht erschießen wollen. Mit dieser Erklärung erntet der Büroangestellte Meursault vor Gericht nur Gelächter. Der Staatsanwalt fordert seinen Kopf und klagt ihn der Unmenschlichkeit an.
Meursaults grundlegende Schuld besteht jedoch darin, ein Sonderling zu sein, gesellschaftliche Spielregeln zu mißachten, am Grab seiner Mutter nicht geweint und tags drauf eine Liebschaft begonnen zu haben. Man wird lange suchen müssen nach einem Roman, in dem eine Philosophie (aus Camus’ zeitgleich entstandenem...
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2005,
Albert Camus

Erstellt am 22. Juli 2009 in Romane | Kein Kommentar vorhanden
“Albert Camus notierte im Mai 1936 in seinem Tagebuch: ‘Eines Tages ein Buch schreiben, das den Sinn gibt.’ Dieses Buch wurde geschrieben. Es erhielt den Titel ‘Der glückliche Tod’… Es wurde sofort ein Bestseller.”(”Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt”) In einer beherrschten sinnlichen Prosa beschreibt Camus die geliebte algerische Landschaft, die mediterrane Sonne, den tiefblauen Himmel, die glühende Erde, die erlösende See, aber auch das Gefühl der Entfremdung und das vertraute Verhältnis zum Tod.
Am 7. November...
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1997,
Albert Camus
Erstellt am 19. Juli 2009 in Romane | 2 Kommentare
Die nordafrikanische Stadt Oran wird von einer Pest heimgesucht. Camus baut anfangs die Spannung gekonnt auf, kann sie jedoch nicht durchhalten. Vielmehr stehen — während die Pest so vor sich hintümpelt — einige Stadtbewohner im Schlaglicht des Nobelpreisträgers Camus.
Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und Camus schildert die Reaktionen und Bemühungen der Bürger. Die Epidemie schafft die absolute (?) Gerechtigkeit. “Aber wenigstens sitzen alle im selben Boot” (S.220). Keine(r) kann ihr entkommen. Keine(r) kann aber auch der Bürokratie...
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1998,
Albert Camus

Erstellt am 30. März 2009 in Allg. Wissensschaften, Fachbücher | Kein Kommentar vorhanden
Camus Essay erschien 1942. Der Existenzialismus, der in diesem Text seine vielleicht repräsentativste Ausformulierung erfährt, entsprach einem Lebensgefühl, das von der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs, des politischen Widerstands in der Résistance und des Zerfalls traditioneller Wertordnungen und Orientierungen geprägt ist. Es findet seinen Ausdruck in einer besonderen Sensibilität für die Absurdität der menschlichen Existenz, die für diese Generation von Philosophen charakteristisch ist. Sie entspringt dem Gegensatz zwischen dem selbstbewussten,...
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2000,
Albert Camus