Zwei neue Analysen Zizeks zu seinem bevorzugten Thema: der (meist unbewußten) Treffsicherheit der Entscheidungen der Kulturindustrie, insbesondere Hollywoods, in bezug auf die Darstellung psychischer Strukturen und Funktionen. Der eine Text geht dem Sinn von Neuverfilmungen nach, der andere dechiffriert die Matrix des Films “Matrix”.
Slavoj Zizek, 1949 in Ljubljana geboren, Psychoanalytiker und Professor für Philosophie, rief schon früh eine Gruppe von Theoretikern ins Leben, die ihr Denken an den Thesen von Jacques Lacan schärfte. Die slowenische Lacan-Schule war ein geistiges Widerstandsnest im orthodoxen Ex-Jugoslawien, und Slavoj Zizek ging als global operierender Philosophie-Entertainer daraus hervor. Zahlreiche Publikationen (u.a. Die Grimassen des Realen, Die Metastasen des Genießens, Das Unbehagen im Subjekt, Plädoyer für die Intoleranz) machten ihn international bekannt. 1999 erschien bei Volk & Welt Liebe deinen Nächsten? Nein, danke!