Flugs hat er sein Buch von damals noch einmal hervorgeholt, in Teilen umgeschrieben und mit zusätzlichen Kapiteln sowie einem neuen Vorwort – das in der deutschen Ausgabe Angela Merkel ordentlich die Leviten liest – angereichert. Um die heutigen Schwierigkeiten deutlich zu machen, zeichnet Krugman die Ursachen der Wirtschaftskrisen in Thailand. Brasilien, Japan, Argentinien, Schweden, Mexiko etc. nach. Er untersucht die Gesetzmäßigkeiten der damaligen Rezessionen und die Strategien zu ihrer Bewältigung, von der Abwertung der Währung, bis hin zur Kredit- und Steuerpolitik. Krugman beklagt, dass keine Lehren aus der Vergangenheit gezogen wurden und warnt vor dem Irrglauben, die Weltwirtschaft sei vor einer Wiederholung einer Großen Depression wie in den Dreißigerjahren gefeit.
Krugmans größter Verdienst ist es, dass er hoch komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge in leicht verständliche Sprache zu übersetzen vermag. Irgendwie beunruhigend nur, dass sogar ein Wirtschaftsnobelpreisträger wie er bisweilen durchblicken lassen muss, dass sich viele Entwicklungen in der Ökonomie schlicht nicht erklären, geschweige denn vorhersehen lassen. Besonders denjenigen zu empfehlen, die sich nach dem grandiosen Schiffbruch des Turbokapitalismus nach alternativen Modellen marktwirtschaftlicher Ordnung sehnen.
15.02.2009 / Welt am Sonntag: Alle Warnungen überhört “Sehr spannend ist, wie Krugman den Weg in die Krise nachzeichnet. Wie in all seinen Büchern überzeugt Krugman dabei durch scharfsinnige Analyse und Sprachgewandtheit. Er stellt die Fragen, die den Leser interessieren.”
27.02.2009 / Kölner Stadt-Anzeiger: Eine außergewöhnliche Depression “Der Nobelpreisträger Paul Krugmann hat sein Buch aktualisiert. Die Kernempfehlung des Wissenschaftlers: In der aktuellen Lage muss Geld in die Wirtschaft gepumpt unter die Leute gebracht werden … Ein solches ‘Lehrbuch’ sollte dem neuen Bundeswirtschaftsminister – und am besten auch seiner Kanzlerin und den Ministerkollegen – sofort auf den Tisch gelegt werden.”
11.03.2009 / Neues Deutschland: Depression beim Babysitten “Krugman geht es um Erkenntnisgewinn. Daher ist seine Neuveröffentlichung kein hingeschustertes, moralisierendes Buch zur Krise, mit einem Wust an Informationen und Schnellschusslösungsvorschlägen, wovon es auf dem Buchmarkt derzeit nur so wimmelt. Vielmehr setzt sich Krugman mit einem grundlegenden ökonomischen Phänomen auseinander, dem der Depression.”
11.03.2009 / Financial Times Deutschland: Nobelpreisträger erklärt die Krise “Für jene, die die jetzige Krise im Kontext der Spekulationsblasen der 90er Jahre verstehen wollen, ist das Buch höchst empfehlenswert.”
12.03.2009 / Stern: “Deutschland ist ein Stolperstein” “Paul Krugman gilt als einer der besten Ökonomen der Welt … Der Nobelpreisträger sieht schwarz: Die Weltwirtschaft ist außer Kontrolle geraten. Jetzt müssen die Staaten gemeinsam gegensteuern. Doch den USA fehlt der Mut, Europa patzt, und die Bundesrepublik zaudert.”
28.03.2009 / Süddeutsche Zeitung: Das Krisen-Rezept vom Nobelpreisträger “Die Lektüre des Buches ist zu empfehlen, weil der Autor die aktuelle Lage allgemeinverständlich und pointiert analysiert.”
26.04.2009 / NZZ am Sonntag: Die Welt hat nichts gelernt “Das neue Buch Krugmans sollte Pflichtstoff für alle Wirtschaftspolitiker sein.”
04.05.2009 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Mehr muss her “Krugmans Buch liest sich an manchen Stellen wie ein Krimi der Krisengeschichte; auch Krugmans leiser Witz trägt den Leser durch das Buch. Wer etwas über das gefährliche Pflaster der Weltwirtschaft lernen will oder über die Risiken eines nicht regulierten Systems aus Schattenbanken, der ist richtig bei Krugman.”
07.09.2009 / Die Welt: Die besten Bücher zur Finanzkrise “Krugman rechnet mit den Fehleinschätzungen der Finanzpäpste nach dem Zerfall des Kommunismus ab.”
23.07.2010 / Handelsblatt: Urlaubslektüre: Krugman oder Krimi? “Ich lese das Buch von Paul Krugman, um besser zu verstehen, warum er die Ausgabenpolitik der Industriestaaten so massiv kritisiert.” René Obermann, Deutsche Telekom