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Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie




Aus der Amazon.de-Redaktion

Eigentlich eine Erfolgsgeschichte: Hunger ist in unserer Gesellschaft kein Thema mehr. Nahrungsmittel sind ausreichend und günstig zu haben. Moderne Lebensmittel sollen uns gesund halten, schmecken und für wenig Geld zu haben sein, so lautet das Versprechen der Nahrungsmittelindustrie — ist da eine Vision in Erfüllung gegangen?

„Doch der Schein trügt“, schreiben Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu. „Was im Handel wenig kostet, fordert an anderer Stelle seinen Tribut.“ Und den zahlen andere, betonen die Autoren: Die kleinen Landwirte, die unter dem Preisdruck der Discounter ächzen und nicht selten ihre Existenz aufgeben müssen. Die Verbraucher, die mit den modernen Lebensmitteln ihre Gesundheit und Psyche gefährden. Und letztlich die Gesellschaft, die die Folgekosten einer aus dem Lot geratenen Ernährungsweise zu tragen hat. Diese dunkle Seite der Erfolgsstory von den billigen Nahrungsmitteln ist das Thema des Buches . Es will „die Mechanismen der Industrie offen legen und den Blick ins ‚Eingemachte’ erlauben“, so die Autoren. Das gelingt vollauf. Zahlreiche Beispiele zeigen, wie weit die Entwicklung hin zum synthetischen Industrie-Food bereits fortgeschritten ist. Prominentestes Beispiel: Der Erdbeerjoghurt, dessen „Fruchtstücke“ niemals Kontakt mit einer Erdbeerstaude hatten, sondern rein synthetisch hergestellt wurden. Die Joghurt-Lüge.

Die Autoren belassen es allerdings nicht bei der nahe liegenden Skandalisierung via Ekel-Effekt. Ihnen geht es grundsätzlicher um das System der Ernährung, das sich unter dem Einfluss industrieller Produktionsverfahren stillschweigend breitgemacht hat. Die Folge: „Niemand durchschaut mehr, was er isst“, so das nüchterne Fazit. Und die Folgen schlechter Ernährung trägt letztlich die Gesellschaft. Fettleibigkeit und ernährungsbedingte Erkrankungen sind zu einer Belastung für das Gesundheitssystem geworden. Letztlich aber wird jeder selbst entscheiden müssen, wem er glaubt und was er isst. Das wissen auch Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu: „Was wir jeden Tag essen, bestimmen wir letzten Endes selbst. Darin liegt die größte Macht, die wir als Verbraucher haben.“ Ihr Fazit: „Selber kochen schützt.“

Pressestimmen

08.10.2006 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Hauptsache, es schmeckt noch “Die Autoren schildern detail- und kenntnisreich, wie große Unternehmen von Subventionen profitieren, mit welchen Marketing-Tricks sie arbeiten, welche Zusatzstoffe in welchen Lebensmitteln enthalten sind und was es mit ‘Functional Food’ und ‘Nanofood’ auf sich hat.”

11.10.2006 / Freundin: Clever essen “Gut als Nachschlagewerk geeignet!”

12.10.2006 / Falter: Schlechten Appetit! “Das Gammelfleisch ist im wahrsten Sinne des Wortes gegessen. Da kommt ‘Die Joghurt-Lüge’ wie gerufen, ein Buch, das systematische Fehlentwicklungen der Ernährungsindustrie aufzeigt, die nicht zuletzt auf die Wünsche von uns Konsumenten zurückgehen.”

28.10.2006 / Süddeutsche Zeitung: Joghurt-Lüge “Die beiden Lebensmittelspezialisten klären die Verbraucher auf, was alles in Tütensuppen und Tiefkühlmenüs steckt.”

06.12.2006 / Frankfurter Rundschau: Die Appetitverderber “Die Autoren legen den Finger in jede Wunde der Lebensmittelbranche, arbeiten jeden Skandal akribisch ab, warten mit einigen überraschenden Details und Hintergrundinformationen auf. Dabei verarbeiten sie eine Fülle von aktuellen Forschungsergebnissen, Geschäftsberichten und Stellungnahmen aus Politik und Wirtschaft.”


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Autor: Marita Vollborn
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag), Auflage:1 (September 2008)
ISBN: 340460606X
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