Ein Zitatenschatz des schwarzen Humors. Einfach köstlich.
Es ist ein Vergnügen, Tag für Tag Sprüche für den Chef, die Verwandtschaft oder andere Mitmenschen zu finden, die man besser nicht aussprechen sollte. Doch: Es lebe die Gedankenfreiheit.
Wenn einem das Wetter vor lauter Schönheit, das Essen vor lauter Wohlgeschmack und der Nachbar vor lauter lautem Optimismus auf die Nerven geht, dann gibt’s hier Munition, um zurückzuschießen: witzig, ironisch, sarkastisch und schlimmstenfalls auch richtig schön böse … Höchst amüsante stichelig-stachlige Sprüchesammlung.
»Gute Menschen reizen die Geduld, böse reizen die Phantasie«, schrieb Oscar Wilde. Hier winkt Abhilfe gegen das Übermaß an guten Menschen. Gegen all die sonnige Heuchelei. In diesem Buch gibt es für jeden Tag des Jahres einen boshaften Spruch. Das belebt, erfrischt, beflügelt.
Mit dem schadenfrohen Wort eines Klassikers lässt sich die gute Laune eines Nachbarn leicht ertragen. Ein böser Indianerspruch wirkt Wunder, wenn der Optimismus des Kollegen an den Nerven zehrt. Und beim Besuch der heiteren Tante – »ich denke immer positiv« – sorgt ein boshafter Spruch im Herzen für Gelassenheit. Das ist nicht nur befreiend. Das schafft ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Es macht glücklich.
Einige Kostproben:
25. Januar – Lege deinem Mitmenschen Steine in den Weg. Soll er sich daraus eine Treppe bauen. (Johann Wolfgang von Goethe)
31. Januar – Betrachte nicht müßig den Steinhaufen, sondern frage dich, wen du damit bewerfen kannst. (Persisches Sprichwort)
10. Februar – Wenn du einen Blinden ins Kino mitnimmst, achte darauf, dass es ein Stummfilm ist. (Buster Keaton)
29. Februar – Alles ist leicht, bevor es schwierig wird. (Erich Honecker)
6. März – Gib einem Hungernden gute Worte. Er kann sie nicht kauen, er muss sie schlucken. (Queen Mum)