Ellroys Ansatz ist der eines Verschwörungstheoretikers: Dass es in Politik und Wirtschaft unsauber zugehe, dass die großen Entscheidungen in Wirklichkeit in Hinterzimmern von Drahtziehern getroffen würden, dass alle Mächtigen gehörig Dreck am Stecken hätten – das glaube doch in Wahrheit jeder, so seine Grundannahme. Und so nimmt er sich die Freiheit und konstruiert innerhalb der historischen Eckdaten die denkbar finsterste Alternativversion der Geschichte, die natürlich fiktiv ist, aber immerhin so stattgefunden haben könnte. Nicht von ungefähr beschäftigt Ellroy Rechercheure, die sicherstellen, dass alles, was er schreibt, zumindest keinen historischen Fakten widerspricht.
Ist dies noch ein Krimi oder schon ein historischer Roman? Spannend wie ein Krimi ist das Buch allemal, schon allein aufgrund der schier unglaublichen Verstrickungen, die Ellroy den Mächtigen und den an die Macht Wollenden, den Strippenziehern und ihren Marionetten, den Schlägern und den Geschlagenen andichtet. Aber, das muss auch gesagt werden: Das Buch ist keine einfache Lektüre, es liest sich alles andere als leicht; das Attribut „sperrig“ ist noch schmeichelhaft. Dies liegt zum einen an Ellroys charakteristischem Stil, der in extremer Dichte stakkatohaft mit Fakten vollgestopfte Hauptsätze aneinanderreiht und die Handlung in nicht nachlassendem Tempo vorantreibt, zum anderen an der kaum zu überblickenden Vielzahl an Figuren – so ist nun mal die Wirklichkeit, scheint Ellroy einem auf jeder Seite zuzurufen, die Dinge sind kompliziert und verwickelt, und es sind immer mehr Leute in die dunklen Machenschaften verstrickt, als einem ein „gewöhnlicher“ Thriller an Figuren zumuten würde. Die Welt ist schlecht, und das Leben ist kein Roman.
“Ein sensationell guter Roman, weit mehr als ein Kriminalroman.” (ARD Druckfrisch, 2010)
“Der versierte Roman eines Schriftstellers, der dem Mainstream fern, aber dem Höhepunkt seines Schaffens nahe.” (Kölner Stadt-Anzeiger, 2010)
“Der Mann ist einzigartig – und längst ganz oben angekommen.” (Hamburger Morgenpost, 2010)
“Dieser Roman ist ein Ritual, ist literarischer Voodoo.” (Münchner Merkur, 2010)
“Einen tieferen Abgrund findet kein Thrillerautor, einen so unterhaltsamen auch nicht.” (Die Presse am Sonntag, 2010)
“Ist der herausragende Abschluss der großen `Underworld USA`-Triologie des Autors, der vielen als bedeutendster Thrillerautor der Gegenwart gilt.” (dpa, 2010)
“Literarischer Starkstrom, souzusagen. Ein echter Ellroy.” (Zeit Online, 2010)
“Ein böses Buch, eine böse Geschichte – hochspannend, in rasendem Tempo erzählt, wie nur James Ellroy das kann.” (Der Tagesspiegel, 2010)
“Ein Buch wie ein Box-Kampf: rau, brutal, unerbittlich” (Nürnberger Nachrichten, 2010)
“Ellroy ist ein amerikanisches Phänomen, eine Kultgestalt zwischen Thomas Pynchon und Jeff Koons.” (Die Zeit, 2010)